Meine Prime Times

Monday, August 23, 2010



In meinem Himmel…

Ich gebe es zu, was die Verfilmung eines Buches angeht, das ich selbst gelesen habe bin ich noch kritischer als ohnehin. Hier berichte ich allerdings von einem Film, der mir trotz meiner anfänglichen Vorbehalte unter die Haut gegangen ist.
Regisseur Peter Jackson ist ja spätestens seit „Der Herr der Ringe“ bekannt dafür, das Unmögliche möglich zu machen. Auch hier ist es ihm gelungen eine Welt zu erschaffen, die so realistisch wirkt und doch eigentlich so surreal ist wie ein Traum.

Also, für alle die weder das Buch noch den Film kennen hier erstmal die Story: „In meinem Himmel“ ist die Geschichte der 14-jährigen Susie Salmon, die an einem Wintertag auf einem Feld, ganz in der Nähe ihres Zuhauses, umgebracht wird.
Sie kommt allerdings, entgegen der Erwartungen nicht in den Himmel, sondern bleibt in einer Art Zwischenwelt hängen, von der aus sie ihre Familie und auch ihren Mörder und die Suche nach ihm beobachtet. Einschreiten in die Geschehnisse kann Susie nicht direkt, obwohl ihr Vater immer wieder die Gegenwart des Mädchens spürt während er sich pedantisch auf die Suche nach ihrem Mörder macht. Die Mutter hingegen verliert sich selbst immer mehr in ihrer Verdrängung, sie versucht einfach auszublenden, was mit ihrer Tochter passiert ist. Susie muss von ihrem Himmel aus zusehen, wie die Familie am Verlust der Tochter zu zerfallen droht.

Vieles in Susies Welt erinnert an ihr irdisches Leben und lässt darauf schließen, dass sie in ihrem eigenen Unterbewusstsein gefangen ist, einem buntschillernden Ort, der durch seine Abstraktheit an eine Traumwelt erinnert.
Die Leistungen der Schauspieler perfektionieren den Film, man nimmt Mark Wahlberg die Rolle des Vaters ebenso ab, wie Rachel Weisz die verzweifelte Mutter. Überragend finde ich auch Saoirse Ronan, sie spielt die kleine Susie mit einer romantischen Melancholie, die mich bis zur letzten Minute des Films mitfühlen und verstehen ließ, was es bedeutet einen geliebten Menschen tragisch zu verlieren.

Zu den Unterschieden zwischen Roman und Film: Die Vergewaltigung und Ermordung Susies, die im Roman sehr detailliert beschrieben wird, fällt im Film weg und wird nur in einer Andeutung erwähnt, was aber gerade für jüngere Zuschauer positiv ist. Einige andere Zusammenhänge werden im Film abgekürzt, beispielsweise werden aus zehn Buchjahren im Film nur einige Monate, die Umsetzung insgesamt finde ich dennoch sehr gelungen.
Der größte Kontrast zwischen Roman und Verfilmung ist allerdings das Auftreten der Ich-Erzählerin Susie. Während sie im Buch abgeklärt und fast frech über ein Leben sinniert, das sie vor der Gewalttat führte, klingt sie im Film nicht so resolut.

Die Mischung aus Drama und Fantasy, die Peter Jackson in seinem Film gelungen ist, ist für mich und meine Mädels der optimale traurig- verregnete Sonntagabendfilm.



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Tuesday, May 18, 2010

Andere Generation, aber die gleichen Probleme!

Nachdem ich in letzter Zeit eher über Filme berichtet hab, wird es mal wieder Zeit, sich einer Serie zuzuwenden. An dieser Stelle hab ich ja bereits einige Worte zu „Beverly Hills 90210“ verloren. Eine Kultserie, die ich klasse finde und eigentlich sprechen mich modernere Soaps selten sonderlich an. Doch bei „90210“, dem offiziellen Spin-Off von „Beverly Hills 90210“ muss ich eine Ausnahme machen. Spätestens, als mir zu Ohren kam, dass kein geringerer als Jason Priestley, der im Original den Brandon spielte, hier als Regisseur tätig war, war mein Interesse an der Serie geweckt.

Leider bin ich nie dazu gekommen, die Serie im TV anzuschauen, als sie
auf Pro7 lief. Aber jetzt ist endlich die erste Staffel auf dem deutschen Markt und ich hab sie bereits verschlungen! Ein Wochenende im Bett verkrochen und alle 24 Folgen durchgeguckt. Und ich bin begeistert.

Natürlich sind die Geschichten, die dort vor sich gehen, ähnlich wie in der Originalserie, aber daran hab ich mich nicht gestört. Wer sich auf eine Soap einlässt, der erwartet ja auch nichts anderes als Party, Liebe, Intrigen, Verzweiflung und Skandale! Und all das bekommt man auch geboten. Eine neue Generation hält das Luxusviertel Kaliforniens jetzt auf Trab und steht ihren Vorgängern dabei in nichts nach. Die neuen Hauptcharaktere der Serie, zumindest in Staffel 1, sind Annie und Dixon Wilson, deren Vater Direktor an der Beverly Hills High School werden soll. Die Familie ist deshalb aus dem friedlichen Kansas nach Beverly Hills gezogen und muss sich in dieser neuen Welt erst einmal zurechtfinden. Dass das alles nicht ganz reibungslos von sich geht, kann man sich bereits denken...
Alles in allem eine fantastische Serie, die ich mit Sicherheit noch weiter verfolgen werde. Freu mich schon jetzt auf die nächsten Staffelboxen!

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Friday, March 05, 2010

Hangover – So sieht Katerstimmung aus…

Ich war ja eigentlich immer ziemlich voreingenommen, was Komödien über Las Vegas angeht. In meiner persönlichen Rangliste war „Fear and loathing in Las Vegas“ Ende der 90er durch nichts zu toppen. Johnny Depp fand ich ja sowieso schon immer gut! Aber aus dem Alter bin ich ja inzwischen ziemlich raus – Dachte ich! Nun haben wir auf dem Geburtstag eines Freundes „Hangover“ geguckt, und der hat mich wirklich überrascht und an vergangene Zeiten erinnert.

Es geht um das Thema, um das es in Las Vegas gehen muss: Eine berauschende Nacht und das kopfzerbrechende Erwachen am Morgen danach. Aber im Falle von Doug, Stu und Phil, den drei Protagonisten der Handlung, fängt dieser Morgen ganz besonders ungewöhnlich an. Nicht nur, dass sie sich ab dem Moment des Anstoßens mit dem ersten Glas Sekt an gar nichts mehr erinnern können – Der Zustand des Hotelzimmers lässt auf die wildeste Party aller Zeiten schließen und selbst mit ausgeprägter Vorstellungskraft kann man es sich nur schwer erklären, wie denn nun der Tiger ins Badezimmer gekommen ist oder wohin es Kollege Doug verschlagen hat. Das Schlimmste an der ganzen Geschichte: Doug ist der Bräutigam, der in Las Vegas seine letzte Nacht in Freiheit feiern wollte. In wenigen Stunden geht die Hochzeit los und die Angetraute von Doug ist in dem Glauben, die drei Männer wären nur gemeinsam auf Weinverkostung gefahren und nicht in die Sündenhölle Las Vegas. Von da an nimmt das Chaos seinen Lauf, denn viel Zeit, um alle Rätsel zu klären und Ordnung in die Geschichte zu bringen, bleibt den Männern nicht mehr.

Besonders gut sind die schauspielerischen Leistungen im Film. Die Idee „Kater in Las Vegas“ ist ja keinesfalls neu, aber die Panik und Amnesie wird hier besonders überzeugend rübergebracht. Auch scheinen sich die Schauspieler von Doug und Phil, Justin Bartha und Bradley Cooper, besonders gut zu verstehen. Neben „New York, I Love You“ und „Zum Ausziehen verführt“ ist „Hangover“ bereits der dritte Film, in dem sie gemeinsam vor der Kamera stehen.

Insgesamt eine wirkliche witzige Hommage an durchzechte Nächte in Las Vegas. Für jeden zu empfehlen, der jung geblieben ist und auch vor Komödien wie „American Pie“ und ähnlichen Filmen nicht zurückschreckt. Außerdem sollte dieser Film auch für Boxfans interessant sein, da Mike Tyson in einer Szene eine bedeutende Rolle spielt. Aber: Für den Knock-out war etwas anderes als der Boxprofi verantwortlich…

Monday, January 18, 2010

Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück

Ausnahmsweise möchte ich jetzt auch über einen schon etwas älteren Film sprechen. Als ich mich letztens mit einigen Freundinnen zusammengesetzt hab, sind wir über die Liebeskomödie „Schokolade zum Fr
ühstück“ gestolpert. Der Film hat zwar schon einige Jahre auf dem Buckel, aber als wir ihn nun wieder angeschaut haben, war der Charme sofort zurück!

Falls jemand, der das hier liest, den Film wirklich noch nicht gesehen haben sollte, hier erstmal ein paar Worte zur Story. „Schokolade zum Frühstück“ handelt von einer Dame über 30. Ihr Name ist Bridget Jones und in ihrem Leben verläuft so einiges nicht nach Plan. Sie ist tro
tz ihres Alters noch allein lebender Single, raucht ununterbrochen und ist zu allem Überfluss auch zunehmend übergewichtig. So nimmt sie sich am Neujahrstag eine ganze Reihe guter Vorsätze vor. Rauchen aufgeben, abnehmen und endlich den richtigen Mann kennenlernen sind die obersten Prioritäten! Und es tut sich schnell etwas. Ihre Mutter stellt ihr den Rechtsanwalt Mark Darcy vor. Leider passt dieser nicht ganz in Bridgets Begriff vom perfekten Partner und auch Mark scheint nicht wirklich von Bridget angetan zu sein. Die Suche geht also weiter und endet nirgends anders als in ihren Büroräumen. Dummerweise verguckt sie sich ausgerechnet in ihren Chef, Daniel Cleaver. Sie schaffen es sogar, zusammenzukommen, doch Liebe macht ja bekanntlich blind und Bridget übersieht eine schlechte Charaktereigenschaft ihres Liebsten nach der nächsten. Ihr Leben scheint sich nun wirklich zu verändern und sie ist glücklich.
Doch Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall und es passiert, was passieren muss: Daniel beginnt, sich offensichtlich mit anderen Frauen auseinanderzusetzen und auch bei Bridgets Eltern gerät die Ehe in eine Krise. Als wenn das nicht schon genug wäre, passiert ihr auch noch im Job ein Haufen Missgeschicke. Als wirklich alles den Bach runter zu gehen droht, kommt sie wieder mit Mark Darcy ins Gespräch. Und die beiden merken, dass ihnen doch viel mehr aneinander liegt, als eigentlich gedacht…
Kommen wir jetzt dazu, was mir an dem Film so gut gefällt. Viel von dem Film macht natürlich die Hauptdarstellerin aus. Renée Zellweger spielt die Bridget Jones wirklich überzeugend und schafft es, dass jeder Zuschauer mit dem Charakter mitfühlen kann. Zudem ist der Humor in „Schokolade zum Frühstück“ exzellent. Die Story ist zwar nicht sonderlich kreativ oder ungewöhnlich, aber darauf kommt es bei so einer typischen Liebeskomödie ja auch wirklich nicht an. Der Film hält einfach, was sein Name verspricht. So wohltuend wie ein gutes Stück Vollmilchschokolade. Mag man immer wieder mal gern schauen.

Thursday, November 12, 2009

Susan und die Außerirdischen

"Ein schöner Tag, die W
elt steht still. Ein schöner Tag..." - So oder so ähnlich werden die Gedanken von Susan gewesen sein. Denn sie wird an diesem wunderschönen Tag den TV-"Wetterfrosch" Derek ehelichen. Glaubt sie zumindest. Doch selbst ein Wettervorhersager kann nicht damit rechnen, dass ein Komet vom Himmel fällt. Dieser trifft ausgerechnet Susan und begräbt sie unter sich. Glück im Unglück: Susan überlebt, da ihr der Komet unglaubliche Kräfte verleiht. Leider nicht nur das: Susan wächst und wächst, wird 15 Meter groß.

Das Militär ist gleich zur Stelle und nimmt das vermeintliche Monster mit. "Gigantika", wie Susan von nun an genannt wird, findet sich in einem Hochsicherheitstrakt wieder, eingesperrt mit anderen Kreaturen. Da gibt es Missing Link (eine Mischung aus Fisch und Affe), Dr. Kakerlake (ein hochintelligenter Wissenschaftler mit Schabenkopf), eine 100 Meter große Riesnlarve sowie B.O.B., den heimlichen Star des Films, vergleichbar mit den Pinguinen aus "Madagascar". Im Fokus steht zwar ganz klar Gigantika, aber B.O.B. hat die meisten Lacher auf seiner Seite. Das blaue Monster ist ein liebenswürdiger Kerl, hat allerdings kein Gehirn (und auch kein Rückrad) und weiß so nicht immer, welche Gedanken die seinen oder die der anderen sind.

Diese illustre Truppe scheint für ihr Leben lang eingesperrt zu sein. Doch dann passiert etwas Unglaubliches: Ein UFO kommt auf die Erde und bedroht die Menschheit! Das Militär ist im Einsatz, kann den Raumschiff aber nichts anhaben. Dies muss auch der Präsident einsehen und greift zu einem letzten Ausweg: Die Monster müssen beim Kampf gegen die Außerirdischen eingreifen! Die bunt zusammen gewürfelte Truppe muss nun zeigen, was in ihr steckt, wobei Susan alias Gigantika nicht ahnt, dass die Aliens ausgerechnet hinter ihr her sind. Denn der Schleim, mit dem sie beim Einschlag des Meteors in Berührung kam, verleiht nicht nur ihr unglaubliche Kräfte...

Ja, manchmal schaue ich mir auch mal Animationsfilme an. "Shrek" fand ich witzig, "Findet Nemo" ist auch klasse und jetzt eben "Monster und Aliens". Auch dieser Film ist klasse, denn er ist gut animiert und bedient nicht nur Kinderhumor, sondern hält auch Witze für Erwachsene parat. So gibt es viele Verweise auf andere Science-Fiction- und Monster-Filme (von denen ich bestimmt nicht alle kenne), die mit viel Liebe umgesetzt wurden.

Besonders hervorzuheben sind die Sprecher der englischen Version, denn darunter befinden sich der von mir angebetete Hugh Laurie ("Dr. House"), Reese Witherspoon, Seth Rogen, Kiefer Sutherland und viele mehr. Aber auch auf Deutsch macht der Film Spaß. Ich habe mir "Monster und Aliens" jetzt zwar schon allein angesehen, aber beim nächsten Kinderbesuch weiß ich, was ich in den DVD-Player schieben werde, sollten die Kleinen wieder quengeln.

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Thursday, October 22, 2009

Back to Teenie

Aus dem Teen
ie-Alter war ich schon raus, als es so richtig losging mit den Teenieserien. Gab es die eigentlich, bevor es mit "Beverly Hills 90210" losging? Spontan fällt mir da keine Serie ein. Wenn jemand von euch etwas einfällt - nur raus damit. Aber hier soll es wirklich um "Beverly Hills" gehen, wie wir die Serie früher nannten. Hat wirklich jemand mal den ganzen Titel ausgesprochen? Ich glaube nicht. Und die Anfangsbuchstaben abkürzen lag auch nicht auf der Hand. Aber egal.

Obwohl ich kein Teenie mehr war, reizte mich die Serie früher. Die Aus
gangssituation war schon ein wenig banal, aber traf den Zeitgeist: Teenie-Zwillinge, die aus einem "normalen" Zuhause stammen, ziehen samt ihrer Eltern nach L.A., direkt in den Stadtteil Beverly Hills mit der Postleitzahl 90210. Dort treffen sie auf Jugendliche, deren Eltern alle total wichtig sind und natürlich reich sind. Brenda und Brandon, die Zwillinge, können da nicht mithalten (auch wenn sie mit ihren Eltern ein schickes Haus beziehen). Aber natürlich lernen sie schnell einige Leute kennen und es entsteht eine Clique, die sich über Jahre kennt, hilft und für viel Trubel sorgt. Da ist Brenda mit dem Nachwuchs-James-Dean Dylan zusammen, später versucht die blonde Kelly ihr Glück mit ihm. Aber am Anfang steht ja Steve auf Kelly und dann ist Kelly zwischenzeitlich auch noch mit Brandon zusammen...

Ja, mit ein wenig Abstand und oberflächlich betrachtet ist "Beverly Hills" nicht viel anders als Serien wie "O.C. California" oder "Dawsons Creek", aber diese kamen erst später. Das heißt, dafür war ich dann wirklich zu alt und außerdem: Wer guckt die Kopien, wenn man die Originale haben kann? Später kam dann noch "Melrose Place" raus. Da gab es Verbindungen zu "Beverly Hills", das war sozusagen die Variante für die Erwachsenen. Ja, "Melrose Place" habe ich auch gesehen, aber trotzdem bin ich bei "Beverly Hills" hängen geblieben. Es war irgendwie spannend zu sehen, was da alles passiert. Und außerdem war die Serie immer Gesprächsthema, auch unter uns "Älteren". Mit einigen Freundinnen hatte ich immer über die Serie gesprochen.

Heutzutage, mit ein wenig zeitlichem Abstand, bin ich noch immer Fan der Serie. Ich sehe sich teilweise schon mit "anderen" Augen, aber irgendwie ist "Beverly Hills" einfach ein Teil meines TV-Lebens. Es bringt Spaß, in Erinnerungen zu schwelgen und noch mal mit anzusehen, wie sich die Charaktere entwickeln, z.B. wie der anfangs nervige David reift und wie die anfangs eher unscheinbare Andrea in der vierten Staffel auf einmal auf Männerjagd geht, schwanger wird und heiratet. Da bin ich gerade wieder angekommen, denn ich sehe mit Brenda, Brendon und die anderen derzeit auf DVD an. Aktuell ist die vierte Staffel veröffentlicht worden und ich habe am Wochenende gleich mehr als nur eine Folge gesehen, muss ich gestehen. Wie gut in diesem Fall, dass mein Männe selbst viel um die Ohren hatte. Naja, von den über 30 Folgen werde ich noch einige Zeit etwas haben. Trotzdem kann ich es kaum erwarten, auch die nächste Staffel in Händen zu halten. Denn dann greift Valerie ins Geschehen ein, zickt Kelly nicht nur einmal an und sorgt so für viel frischen Wind.

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Friday, September 04, 2009

Die Serienabende kommen wieder...

Es ist ja schon ein paar Tage her, als ich das letzte Mal schrieb. Im Sommer ist Hannover halt schön, zum Bei
spiel am Maschsee. Natürlich waren wir auch im Urlaub, da schreibt man einfach nicht soviel - zumindest nicht zu den Themen Film und Fernsehen und somit nicht in diesem Blog. Aber mittlerweile steht ja schon der Herbst vor der Tür. Kommt mir so vor, als wäre der Sommer noch gar nicht so lange da. Und bald schon wieder Regen und Temperaturen um 10 Grad? Ein bisschen graust es mir davor, aber so ist nun mal der Gang der Natur.

Ein bisschen freue ich mich aber auch auf die Fernsehabende, die bald kommen werden, zusammen mit meinem Männe. Schlabberhose an, Decke über den Knien und an seiner Schulter angekuschelt – so lässt es sich aushalten. Meine letzten Blogeinträge drehten sich ja um Filme und Serien, die vor allem ich gern sehe und weniger mein Männe. So ähnlich sah es auch zuhause aus: Er musste oft das mitgucken, was ich sehen wollte. Natürlich nicht immer, aber immer wieder. "Denver" fand er zeitweise ganz witzig, von wegen 80er Frisuren und Klamotten, aber jede Folge musste er sich auch nicht antun und ließ mich an unserem Hauptfernseher manchmal allein. Doch meistens guckte er mit, vor allem mir zu liebe. Auf "Dr House" und "Monk" können wir uns beide einigen.

Wie das in einer Beziehung so ist, muss man Kompromisse eingehen. Da ich in letzter Zeit eher meinen Kopf durchsetzen konnte, muss ich in nächster Zeit wohl vermehrt das sehen, was Männe sich aussucht. Er hat mir schon mit zwei Serien "gedroht": "MacGyver" und "Ein Käfig voller Helden". Ich gehe da taktisch vor: Ich sage, dass mir die Serien nicht so richtig gut gefallen würden, damit er auch wieder das anguckt, was ich gern mag. Aber eigentlich finde ich "MacGyver" und "Ein Käfig voller Helden" gar nicht schlecht. Es gab sogar eine Zeit, da habe ich Richard Dean Anderson alias MacGyver angehimmelt, aber das muss ich ja nicht herausposaunen. Na gut, vielleicht liest er hier mit, aber bisher hat Männe noch nicht allzu viel Interesse bekundet. Ich lasse es einfach drauf ankommen, schließlich glaube ich ja auch, dass er meine Serien lieber mag als er zugibt. Interessant ist es auch zu sehen, was "Desperate Housewife" Teri Hatcher früher so gemacht hat. Sie spielt bei "MacGyver" Penny Parker und taucht immer mal wieder in einigen Folgen auf.

"Ein Käfig voller Helden" ist eigentlich immer witzig. Vor allem mag ich die Synchronisation. Wenn Schultz auf Bayrisch herumschwadroniert, könnt ich mich immer beömmeln
. Männe hat mir mal ganz stolz erzählt, dass die deutschen Stimmen früher mal anders waren. Da wurden die Dialoge von "Hogans Heroes" wohl weniger lustig übersetzt, wodurch die Serie keinen großen Anklang fand. Dann wurde an den Texten geschraubt und schon wurde ein Hit draus. So schnell kann's gehen. Andere werden auch mit schlechten Texten groß, siehe Musik in den Charts. Aber das ist ein anderes Thema und passt nicht hierher.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn es schon (bald) nicht mehr warm draußen ist, dann freue ich mich einfach auf nette Serienabende mit meinem Männe (und meinem früheren Schwarm MacGyver).

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