In meinem Himmel…
Ich gebe es zu, w
as die Verfilmung eines Buches angeht, das ich selbst gelesen habe bin ich noch kritischer als ohnehin. Hier berichte ich allerdings von einem Film, der mir trotz meiner anfänglichen Vorbehalte unter die Haut gegangen ist.Regisseur Peter Jackson ist ja spätestens seit „Der Herr der Ringe“ bekannt dafür, das Unmögliche möglich zu machen. Auch hier ist es ihm gelungen eine Welt zu erschaffen, die so realistisch wirkt und doch eigentlich so surreal ist wie ein Traum.
Also, für alle die weder das Buch noch den Film kennen hier erstmal die Story: „In meinem Himmel“ ist die Geschichte der 14-jährigen Susie Salmon, die an einem Wintertag auf einem Feld, ganz in der Nähe ihres Zuhauses, umgebracht wird.
Sie kommt allerdings, entgegen der Erwartungen nicht in den Himmel, sondern bleibt in einer Art Zwischenwelt hängen, von der aus sie ihre Familie und auch ihren Mörder und die Suche nach ihm beobachtet. Einschreiten in die Geschehnisse kann Susie nicht direkt, obwohl ihr Vater immer wieder die Gegenwart des Mädchens spürt während er sich pedantisch auf die Suche nach ihrem Mörder macht. Die Mutter hingegen verliert sich selbst immer mehr in ihrer Verdrängung, sie versucht einfach auszublenden, was mit ihrer Tochter passiert ist. Susie muss von ihrem Himmel a
us zusehen, wie die Familie am Verlust der Tochter zu zerfallen droht.Der größte Kontrast zwischen Roman und Verfilmung ist allerdings das Auftreten der Ich-Erzählerin Susie. Während sie im Buch abgeklärt und fast frech über ein Leben sinniert, das sie vor der Gewalttat führte, klingt sie im Film nicht so resolut.
Die Mischung aus Drama und Fantasy, die Peter Jackson in seinem Film gelungen ist, ist für mich und meine Mädels der optimale traurig- verregnete Sonntagabendfilm.
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